Liebe Besucherin, lieber Besucher,

ich freue mich, dass Sie auf meinem Blog gelandet sind. Ich begrüße Sie hiermit sehr herzlich und möchte Ihnen kurz erklären wer ich bin und worum es auf diesem Blog geht.

Mein Name ist Karsten Michael Drohsel, ich habe mich im Rahmen meiner Diplomarbeit mit Erinnerungskultur und der Methodisierung eines handlungsbezogenen Erinnerungskonzepts beschäftigt. Da ich der Meinung bin, dass Erinnerung und Erinnerungsarbeit politisch ist, also daraus eine individuelle und kollektive Verantwortung entspringt, die nicht nur Sache von Erinnerungsagenten und Institutionen sein darf, ist meine Absicht die Demokratisierung von Erinnerungen und Gedächtnisinhalten, also eine Diskussion darüber, welche Erinnerungen an welchen Orten für Individuen (z.B. Sie und ich) und Kollektive (z.B. Bürger einer Stadt, Vereine, Glaubensgemeinschaften, ethnische Gruppierungen, Generationen usf.) wichtig und erhaltenswert sind. Mit meiner Arbeit möchte ich diese Orte wieder in einen städtischen Erfahrungsraum eingliedern und Gegenstände, an denen sich unterschiedlichste Erinnerungen festmachen, in eine Auseinandersetzung über diese bringen.

Ich verspreche mir von meinem Projekt eine rege und aktive Auseinandersetzung über Orte und Erinnerungen wodurch sich Einzelpersonen oder Gruppen mit erhaltenswerten Erinnerungsträgern identifizieren und sich für deren Pflege und Erhaltung einsetzen können. Hierfür habe ich eine Herangehensweise entwickelt, die Sie bald hier nachlesen und selbst praktizieren können. Um eine Methodisierung erstellen zu können, war ich mehrfach in unterschiedlichen Städten unterwegs und habe das lokale Erinnerungsgeflecht untersucht.

Um ein Gefühl für die Städte zu bekommen, habe ich mich zunächst flanierend, also absichtslos, der Stadt und ihrer Wege geöffnet und habe diese auf unterschiedliche Weise dokumentiert. So habe ich ganz klassisch Karten angelegt, fotografiert und gezeichnet, aber auch Klangaufnahmen gemacht, Passanten gesprochen und Erinnerungsfragmente gesammelt. Meine Gedanken habe ich jeden Tag in der jeweiligen Herberge notiert und zu kleinen Geschichten verdichtet.

Aus diesen umfangreichen Materialien, die im Nachgang mit weiterführenden Recherchen und historischen Quellen erweitert wurden, konnte ich Erfahrungsspaziergänge ermitteln, die ich auf diesem Blog publiziere. Sie sind angereichert mit Gedankensplittern, Interviews und Materialien unterschiedlichster Medien.

Die Spaziergänge folgen den Spuren, die ich passiert habe und auf denen ich, an für mich signifikanten oder wichtigen Gebäuden und Dingen sog. QR-Codes als Zeichen hinterlassen habe. Auf diese Weise ist es Ihnen im Nachhinein möglich meine Wege nachzuvollziehen und ggf. Ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Gerne bin ich Ihnen aber auch behilflich erste Schritte zu unternehmen und Sie bei Interesse selbst zum Souveneur oder zur Souveneurin auszubilden. Ich bin darüber hinaus gerne bereit die Wege mit Ihnen oder einer Gruppe interessierter Personen nachzuvollziehen und über Ihre Erinnerungen an konkreten Orten zu sprechen. Nehmen Sie hierfür gerne Kontakt mit mir auf.

Was die konkrete Projektarbeit betrifft, können Sie nun meine ersten Erfahrungswege in Görlitz selbst nachvollziehen, in dem sie z.B. der bald hier stehenden Karte folgen, aber auch Einzelobjekte oder Personen besuchen, die Sie ebenfalls bald hier finden können. Sollten Sie weitere Informationen zu den Orten und Personen haben, oder aber etwas erweitern, ausbauen oder berichtigen wollen, freue ich mich unter der Mailadresse souveneur bei mikromakrowelt punkt de (bei=”@”; punkt= “.”; alles ohne Leerzeichen) von ihnen zu hören.

Natürlich können Sie auch den Blogbeiträgen folgen, die ich ab heute in loser Reihenfolge hier veröffentlichen werde. Sollten Sie sich ausschließlich für eine bestimmte Stadt interessieren, folgen Sie bitte dem jeweiligen Städte-Link auf dieser Seite, der die Artikel des Blogs über die Stadt Ihrer Wahl für Sie vorfiltert.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude, Spaß und interessante Erkenntnisse über die Städte. Und sollten Sie nicht selbst dort wohnen, fahren Sie doch mal hin. Ich habe selten aufgeschlossenere Menschen kennengelernt, wie in den von mir bereisten Städten. Tipps für Herbergen und Lokale gebe ich Ihnen gerne.

Ihr Karsten Michael Drohsel

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